Bonding-Therapie-Seminare:

Die Bonding-Wochenend-Seminare beinhalten neben der intensiven emotionalen Bonding-Arbeit auch integrierende Gesprächskreise und werden durch dynamische wie stille Meditationen ergänzt und abgerundet.
Ein durchweg berührender, öffnender und transformierender Prozeß im sicheren therapeutischen Rahmen und in mitfühlend- tragender Gemeinschaft.

Bonding als therapeutischer Prozeß

Das 'Bonding' ist vorwiegend eine prozess- und erfahrungsorientierte emotionale Therapie. Sie ermöglicht in einem individuellen Prozess die Wiederentdeckung der eigenen Gefühle, ein wieder vertraut Werden mit einst abgespaltenen, tabuisierten vitalen Lebensäußerungen wie Liebe, Freude, Wut, Angst, Scham und Schmerz, die unterdrückt einen Verlust an Lebensfreude, Lebenskraft und Lebenslust zur Folge haben. Verbunden mit neuen, heilenden und versöhnenden Beziehungserfahrungen wird der Mensch wieder fähig, friedvolle und glückliche Beziehungen zu leben.

Um glücklich und in Frieden sein zu können, brauchen wir den offenen, achtungsvollen und innigen Kontakt zueinander. Dan Casriel, der Begründer dieses Therapieansatzes, nannte dieses biologisch verankerte Bedürfnis 'Bonding'. Das bedeutet, emotionale Offenheit, verbunden mit der Erfahrung vertrauensvoller Nähe mit anderen  Menschen. Denn Menschen, die nicht genügend gehalten, angeblickt und angehört wurden, sind anfälliger für seelische und körperliche Erkrankungen sowie Süchte und antisoziales Verhalten.
Der Prozess des Bondings basiert weiterhin auf dem Erarbeiten positiver Einstellungen zu sich und anderen und der Entwicklung und Einübung von neuen Verhaltensweisen.

Setting/ Vorgehen

Nach anfänglicher Einführungsrunde und dem Hören der einzelnen Teilnehmer zu ihrer Befindlichkeit beginnt die eigentliche Übung mit Nähe, das 'Bonding'. Die Gruppenmitglieder suchen sich eine/n Partner/in für die Übung und legen sich auf die dafür vorhandenen Matten. Während die Person, die arbeitet, ihren Partner festhält, erlaubt sie sich, diese Nähe zu spüren. Nach kurzer Zeit taucht eine Vielfalt alter Gefühle, Einstellungen, Erinnerungen und Bilder auf, die nun ausgedrückt werden können durch Weinen, Schreien usw. In dem Maße, in dem mehr Vertrauen in die eigenen Gefühle und zum Partner gewonnen wird, verändert sich die Nähe von etwas Fremdem und Beängstigendem zu einem angenehmen und bestätigenden Kontakt. Im Laufe mehrerer Sitzungen wirkt diese Übung wie ein "psychologisches Mikroskop" (Casriel), wodurch die TeilnehmerInnen immer deutlicher ihre Ängste und negativen Einstellungen in Bezug auf emotionale Nähe erleben können. Einige der häufigsten negativen Einstellungen sind:
"Wenn ich jemandem nah bin, ... muß ich mich aufgeben/ bin ich ausgeliefert/ werde ich kontrolliert/ bin ich zuviel/ muß ich einen hohen (emotionalen) Preis bezahlen, usw.". Diese Einsichten werden nicht nur intellektuell, sondern auch gefühlsmäßig "mit dem Bauch" verstanden, was die TeilnehmerInnen in die Lage versetzt, sich eine neue Entscheidung (neue Einstellung) auch emotional zu erarbeiten.

Anwendungsbereiche

* Allgemein für Menschen, die einen besseren Zugang zu ihrer Gefühlswelt gewinnen und ihre emotionale Bindungsfähigkeit vertiefen möchten.
* Unsicherheit im sozialen Kontakt
* Depressivität
* Ängstlichkeit
* Aggressivität und Feindseligkeit
* Somatisierung (Seelische Konflikte und Belastungen, die sich in       körperlichem Schmerz und Organerkrankungen ausdrücken)